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Wie nicht anders zu erwarten ist der typische Einsatzbereich dieses Zuikos die Makro- und Nahfotografie. Durch die gefühlte Brennweite von 70mm bietet es sich auch als Porträtobjektiv an. Durch die Anfangsblende von f3,5 sind der Kreativität allerdings Grenzen gesetzt. Natürlich kann man mit dem 35er auch ganz „normal“ fotografieren (-;
Hier soll es aber um den Einsatz in der Nah- und Makrofotografie gehen.
Durch die kurze Brennweite kann man das Objektiv sehr gut aus der freien Hand nutzen, da schon Belichtungszeiten von etwa 1/100s ausreichen um scharfe Bilder zu bekommen. Die geringe Lichtstärke ist für den typischen Einsatzbereich ausreichend, weil meistens eh abgeblendet wird um die Tiefenschärfe zu erhöhen. Durch die kurze Brennweite entstehen sehr natürlich wirkende Bilder.
Die Bildqualität ist auch schon bei offener Blende hervorragend. Es entstehen scharfe und kontrastreiche Bilder.
Die geringe Brennweite hat aber auch zur Folge, dass die Naheinstellgrenze naturgemäß sehr gering ausfällt. Der freie Arbeitsabstand (Linse-Objekt) beträgt beim AM von 1:1 lediglich ca. 3,5 cm, bei AM 1:2 etwa 5,8 cm (selbst ermittelt). Da kann es sein, dass der Tubus das Objekt der Begierde abschattet.
In der Praxis sind diese Nachteile für mich allerdings nicht besonders gravierend. Bei der Fotografie von Schmetterlingen ist ein AM von 1:2 oft schon zuviel, wenn man nicht gerade ein Porträt anfertigen möchte, aber auch das ist möglich, wenn man auf den Schattenwurf achtet.
Idealerweise eignet sich das 35er natürlich für die Table-Top-Fotografie und für Bilder von Pflanzen und anderen Objekten, die nicht so schnell das Weite suchen. Wie schon gesagt, entsteht ein natürlich wirkender Bildeindruck, anders als bei Telemakros. Außerdem sind bei der kurzen Entfernung störende Halme oder ähnliche Dinge nicht so häufig.
Auf Blüten sitzende Insekten, wie Schmetterlinge oder Hummeln „gehen“ mit dem Zuiko auch sehr gut. Nach meinen Erfahrungen lassen sich die Tierchen nicht erschrecken. Man muss eher aufpassen, dass man sie nicht versehentlich zerquetscht (-; Auch Libellen habe ich mit etwas Geduld abgelichtet.
Als Makroblitz verwende ich den Metz mecablitz 15 MS-1, der direkt (mittels Adapter) in das Filtergewinde geschraubt wird. Er arbeitet übrigens mit dem Olympus-Blitz-Remotesystem zusammen (außer FP). Der Blitz steht etwa 3,5 cm über dem Frontgewinde des Objektives heraus, so dass er bei kleinen Abbildungsmaßstäben nicht genutzt werden kann.
Mein Fazit:
Ein sehr günstiges Makroobjektiv, das sich sehr gut zum Fotografieren von Pflanzen und Table-Top (z.B. für Auktionsfotos) eignet. Auch Insekten sind mit etwas Üben möglich. Aufgrund der geringen Lichtstärke (Freistellung) als Portraitobjektiv nur eingeschränkt geeignet.
Für mich ist ein großer Vorteil, dass es sich auch sehr gut ohne Stativ einsetzten lässt.
Die Bildqualität ist hervorragend und die Verarbeitung gut.
Wer also eine Olympus mit Doppel-Zoom-Kit sein Eigen nennt, kann sich mit diesem Objektiv preisgünstig den faszinierenden Makrobreich erschließen.
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